Metalldetektor online

Erfolgreiche Auftragssuche

Sonntag, 17. Juni 2018 | Suchtipps für Sondengänger | von

Wie eine rundum gelungene Auftragssuche aussehen kann, zeigt ein Beispiel von 2009: Auch in diesem Fall ähnelte die Ausgangssituation vielen anderen Fällen, die in den letzten Jahren als Auftrag an uns erteilt wurden: Ein partout nicht mehr auffindbarer Familienschatz!

19 Goldbarren und 63 Goldmünzen bei Auftragssuche gefunden

In den 70er und 80er Jahren war es nämlich durchaus üblich, dass ältere Leute Ihre Ersparnisse in Goldmünzen oder kleinen 100g- Barren anlegten. Irgendwann wurde der Sparstrumpf dann so dick, dass die Angst vor Einbrechern zu groß wurde. Die Lösung war oftmals ein kleines Erddepot im heimischen Garten. Den Kindern wurde zwar meist geheimnisvoll vom Gold im Garten erzählt, aber oft hat ein plötzlicher Schlaganfall oder Herzinfarkt den fleißigen Sparer hinweggerafft, bevor er seinen Erben noch die genaue Stelle angeben konnte.

Klar, dass dann ein Sohn oder eine Tochter ein ungesundes Gefühl in der Bauchgegend hat, wenn es plötzlich um den Grundstücksverkauf des Elternhauses geht. Selbst den Spaten schwingen, bringt in den meisten Fällen nichts, und ein Metallsuchgerät leihen, hat oftmals so viel Erfolg wie das Ausleihen eines Fesselballons… Fahren kann man ihn eben nicht ohne fremde Hilfe!

Auch in diesem Fall war die Vorgeschichte ganz ähnlich! „Unter dem Rhododendron“ im Garten sollte das Gold versteckt sein! Vergraben vom Familienvater in den 70ern!
Aber welcher Rhododendron? Und wo standen vielleicht vor 30 Jahren noch weitere dieser Pflanzen? Was zeigen alte Fotos? Und warum taucht trotz intensiver Suche einfach nichts auf?
Fragen über Fragen, die oftmals in Resignation bei den Familienmitgliedern enden, aber auch oft im Internet bei den Auftragssuchern. Auch in diesem Fall führte die Internetrecherche der Familie zu uns!
Der Auftrag war schnell erteilt!

Aber lassen wir unseren erfolgreichen Auftragssucher vor Ort selbst zu Wort kommen: „Die Fahrt hatte nicht allzu lang gedauert und das Villenviertel östlich von Aachen war dank Navi schnell gefunden. Das Haus mit der Nummer 17 lag dunkel und etwas versteckt hinter zugewachsenen Büschen und Bäumen.
Vor der Einfahrt wurde ich erst einmal nett von unserem Auftraggeber Herrn Scheller* begrüßt. Er führte mich über eine Steintreppe in den verwilderten Garten der Villa und zeigte mir die Stelle, an der er den Familienschatz vermutet hatte.
Eine große, fachmännisch ausgehobene Grube klaffte vor uns in der Erde. „Hier stand der Rhododendron, aber wie Sie sehen war hier leider kein Gold!“, sagte Herr Scheller* und zeigte auf die leere Grube!
„Na, dann wollen wir mal sehen!“, sagte ich und packte meinen guten, alten Whites aus dem Rucksack! Den PI-Detektor mit Rahmen hatte ich vorsichtshalber auch im Gepäck, aber den wollte ich mir als spätere „Geheimwaffe“ aufheben!

Langsam und bedächtig schwenkte ich nun die Grube aus. Ein Signal in der hinteren Wand ließ mich
aufhorchen: Klar, durchdringend und absolut nachvollziehbar meldete mein Whites ein Edelmetall-Signal! Genauso, wie man Signale als Sondengänger eben so liebt!

Ich markierte kurz die Stelle und schwenkte vorerst den Rest der Grube ab, aber schon nach wenigen Minuten war ich sicher, dass bereits mein erstes Signal das gesuchte Golddepot sein musste. Ein paar vorsichtige Spatenstiche und ich stieß auf einen Zipfel Plastikfolie. Eine Tüte mit Metallinhalt? Das konnte nur unser Depot sein…
Ich entfernte ein wenig Erde und es leuchtete mir das Sparkassen-Symbol entgegen.
Das war es!!!

Adrenalin pumpte durch meine Adern, während ich der hübschen Enkelin des Hauses Scheller* Bescheid gab, das Gold Ihres Großvaters gefunden zu haben (…und gleichzeitig versuchte, dabei noch einigermaßen cool zu wirken!)

Natürlich wollte ich den Eigentümern das Vorrecht lassen, das Päckchen selbst auszugraben und nach einigen Minuten kam unter einer Heckenwurzel das Gold-Depot zu Tage. In Folie eingehüllt und sauber mit Tape umwickelt. Da war es! Nach 30 Jahren wieder in den Händen der rechtmäßigen Eigentümer!
Aufgeregt betraten wir das Haus und Herr Scheller* öffnete mit einer Schere das verklebte Paket. Ungelogen fünf(!) Plastiktüten später kam der Inhalt zu Tage:
19 Goldbarren und 63 Goldmünzen lagen vor uns auf dem Tisch! Knapp 2,8kg feinstes 999er Gold!

Schweigend standen wir davor und ließen erst einmal das tolle Bild auf uns wirken! (Wie schön müssen erst 12,5kg-Barren aussehen?)
In diesem Fall war es tatsächlich einmal so, dass der Inhalt des Depots größer war, als angenommen, und dementsprechend groß war natürlich die Freude der Familie.
Nach den obligatorischen Beglückwünschungen machte ich mich mit meiner „kleinen Anerkennung“ auf den Rückweg, in der Hoffnung, dass in Zukunft noch mehr Aufträge dieser Art in meiner Nähe hereinflattern….

Ein wirklich erfolgreicher und absolut toller Tag!!!“

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